monsun.theater

Zur Theaternacht 2017 öffnet auch das monsun.theater seine Pforten. Im Halbstundentakt zeigen wir Ausschnitte aus aktuellen Produktionen und bieten einen exklusiven Preview auf bevorstehende Premieren. Von Schauspiel bis Solo-Tanz, von Impro-Theater bis International, von Kaffe bis Konzert, von Performance bis Party ist alles dabei.

    Das Programm:

  • 19:00 - 19:30 Uhr

    Aufzeichnungen eines Querulanten

    Von Sandra Gugic

    Unser Rechtsstaat ist eine Systembombe, die droht zu explodieren, sobald die öffentliche Sicherheit und Freiheit gefährdet scheint. Steht eine Einzelperson in Verdacht ein Staatsfeind oder Terrorverdächtiger zu sein, werden deren Rechte plötzlich brüchig. Im Wahn nach Kontrolle und dem Schutz unserer Demokratie steht die Balance zwischen dem Recht des Staates und der Einzelperson in Frage. Was in Deutschland und anderen europäischen Staaten schon längst begonnen hat, ist ein Terrorkrieg, der in einer Informationsflut der Medien und der öffentlichen Meinung und Institutionen expandiert und unser Rechtstaatssystem mit all seinen Werten ins Wanken bringt. Der 23-jährige Deutsche Josef S. wurde am 24. Januar 2014 auf einer Demonstration gegen den sogenannten Wiener Akademikerball festgenommen und am 14. Juli 2014, nach einem halben Jahr in Untersuchungshaft, zu einer Haftstrafe von zwölf Monaten verurteilt. Er hat keine Bomben gelegt, er hat nicht getötet, er war auf einer Demonstration. Clemens Lahner, der Anwalt von Josef S., ist der Ansicht, sein Mandant sei in den Fokus der Ermittlungen geraten, weil er einen Pullover mit der Aufschrift „Boykott“ trug, den man auch im Dunkeln gut erkennen konnte. Ein ORF-Bericht belege, dass Josef S. einen Mistkübel aufgestellt und nicht geworfen habe. Auf Überwachungskameras von Geschäften in der Fußgängerzone ist Josef S. nur laufend, nie prügelnd zu sehen. Wenn die Verwundbarkeit offenbar wird, greift das System zu Maßnahmen, die unmittelbar die Rechte und das Schicksal des Individuums betreffen. Doch damit droht es außer Kontrolle zu geraten und an seinem eigenen Fundament zu scheitern. Begeht der Rechtstaat damit nicht selbst einen Terrorakt?

    Eine Eigenproduktion des monsun.theaters gefördert von der Kulturbehörde Hamburg.

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  • 19:35 - 20:05 Uhr

    Lyrical Ping Pong.

    Lyrical Ping Pong ist ein Solo, das sich mit dem Medium der Lyrik befasst und dabei ein eigenes Stück Lyrik kreiert. Basierend auf dem Gedichtzyklus Alphabet der dänischen Autorin Inger Christensen setzt sich das Stück mit seinem eigenen Medium der Choreographie auseinander und hinterfragt auf ironische Art und Weise das choreographische Arbeiten selbst. Die Sprache der Lyrik wird beim Wort genommen. Den Übersetzungsprozess begleitend kommentiert die Tänzerin ihr Tun fortlaufend auf ironisch-trockene Weise, nimmt sich selbst auf die Schippe und erlaubt dadurch gleichzeitig einen inhaltlichen Einblick sowohl in den Gedichtzyklus als auch in ihre choreographische Struktur und Umsetzung.

    Performerin Véronique Langlott gewann dieses Jahr bei "Hauptsache Frei – Festival der Darstellenden Künste Hamburgs" den Jurypreis für die beste Produktion.

    Favorit

  • 20:10 - 20:40 Uhr

    Aufzeichnungen eines Querulanten

    Von Sandra Gugic

    Unser Rechtsstaat ist eine Systembombe, die droht zu explodieren, sobald die öffentliche Sicherheit und Freiheit gefährdet scheint. Steht eine Einzelperson in Verdacht ein Staatsfeind oder Terrorverdächtiger zu sein, werden deren Rechte plötzlich brüchig. Im Wahn nach Kontrolle und dem Schutz unserer Demokratie steht die Balance zwischen dem Recht des Staates und der Einzelperson in Frage. Was in Deutschland und anderen europäischen Staaten schon längst begonnen hat, ist ein Terrorkrieg, der in einer Informationsflut der Medien und der öffentlichen Meinung und Institutionen expandiert und unser Rechtstaatssystem mit all seinen Werten ins Wanken bringt. Der 23-jährige Deutsche Josef S. wurde am 24. Januar 2014 auf einer Demonstration gegen den sogenannten Wiener Akademikerball festgenommen und am 14. Juli 2014, nach einem halben Jahr in Untersuchungshaft, zu einer Haftstrafe von zwölf Monaten verurteilt. Er hat keine Bomben gelegt, er hat nicht getötet, er war auf einer Demonstration. Clemens Lahner, der Anwalt von Josef S., ist der Ansicht, sein Mandant sei in den Fokus der Ermittlungen geraten, weil er einen Pullover mit der Aufschrift „Boykott“ trug, den man auch im Dunkeln gut erkennen konnte. Ein ORF-Bericht belege, dass Josef S. einen Mistkübel aufgestellt und nicht geworfen habe. Auf Überwachungskameras von Geschäften in der Fußgängerzone ist Josef S. nur laufend, nie prügelnd zu sehen. Wenn die Verwundbarkeit offenbar wird, greift das System zu Maßnahmen, die unmittelbar die Rechte und das Schicksal des Individuums betreffen. Doch damit droht es außer Kontrolle zu geraten und an seinem eigenen Fundament zu scheitern. Begeht der Rechtstaat damit nicht selbst einen Terrorakt?

    Eine Eigenproduktion des monsun.theaters gefördert von der Kulturbehörde Hamburg.

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  • 20:45 - 21:15 Uhr

    Ein Solo für Yongonlon I.

    Mit dem Wort YONGONLON bezeichnet man in Burkina Faso ein Theater. Die wörtliche Übersetzung jedoch ist "sich selbst kennenzulernen". Mit jedem Tanz schafft sich der Tänzer und Choreograf Ahmed Soura ein Stück mehr seines Traumes vom Bau eines eigenen internationalen Theaters für Tanz, Film und Musik in seinem Heimatland Burkina Faso.

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  • 21:20 - 21:50 Uhr

    #MOMENT!

    Eine virtuelle Tanztheaterperformance Hamburg & Toulouse

    Dating-Apps: Liebe auf den ersten Klick!
    Heutzutage erledigt man vieles mit dem Smartphone - so auch die Partnersuche.
    Egal ob man nach einem schnellen Flirt oder einer langfristige Beziehung sucht: Dating-Apps sollen helfen. Millionen von Usern betreiben mobiles Dating. Aber wo versteckt sich der Traumpartner? It’s a match Zwei Länder, zwei Städte, zwei Bühnen und eine simultane Tanztheater-Show in und außerhalb der Realität auf der Jagd nach dem #MOMENT!

    Gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg, das Goethe Institut Toulouse und Metropole Toulouse

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  • 21:55 - 22:25 Uhr

    WORLD Impro presented by Steife Brise & Friends

    WORLD Impro ist eine internationale Impro-Reihe im monsun.theater in Hamburg Altona. Die Steife Brise, Hamburgs stärkstes Improtheater, präsentiert ausländische Gäste aus der Improszene. Eine Liaison unter global agierenden Impro-Künstlern lädt das Publikum in englischer Sprache dazu ein, sich durch internationale Spiele bereichern zu lassen.

    BABEL - DER TAG DANACH
    Eine heitere, tränenreiche, herzergreifende oder nervenaufreibende Geschichte entsteht, ohne dass irgendjemand die Sprache des Anderen spricht – und doch, wie selbstverständlich, alles verstanden wird. Im Rahmen von WORLD Impro, der internationalen Impro-Reihe präsentiert von Steife Brise & International Friends.

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  • 22:30 - 23:00 Uhr

    Ein Solo für Yongonlon II.

    Mit dem Wort YONGONLON bezeichnet man in Burkina Faso ein Theater. Die wörtliche Übersetzung jedoch ist "sich selbst kennenzulernen". Mit jedem Tanz schafft sich der Tänzer und Choreograf Ahmed Soura ein Stück mehr seines Traumes vom Bau eines eigenen internationalen Theaters für Tanz, Film und Musik in seinem Heimatland Burkina Faso.

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  • 23:05 - 23:35 Uhr

    Lyrical Ping Pong

    Lyrical Ping Pong ist ein Solo, das sich mit dem Medium der Lyrik befasst und dabei ein eigenes Stück Lyrik kreiert. Basierend auf dem Gedichtzyklus Alphabet der dänischen Autorin Inger Christensen setzt sich das Stück mit seinem eigenen Medium der Choreographie auseinander und hinterfragt auf ironische Art und Weise das choreographische Arbeiten selbst. Die Sprache der Lyrik wird beim Wort genommen. Den Übersetzungsprozess begleitend kommentiert die Tänzerin ihr Tun fortlaufend auf ironisch-trockene Weise, nimmt sich selbst auf die Schippe und erlaubt dadurch gleichzeitig einen inhaltlichen Einblick sowohl in den Gedichtzyklus als auch in ihre choreographische Struktur und Umsetzung.

    Performerin Véronique Langlott gewann dieses Jahr bei "Hauptsache Frei – Festival der Darstellenden Künste Hamburgs" den Jurypreis für die beste Produktion.

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  • 23:40 - 0:10 Uhr

    Rolands Tanz

    Roland Walter, seit der Geburt spastisch gelähmt, kann sich nur auf eine Bewegung konzentrieren. Währenddessen sind alle anderen Bewegungen unkontrollierbar. Dennoch und gerade deswegen schafft der Performer mit seinem Tanz und jede seiner Bewegungen eine Ästhetik, die einmalig ist.
    Nach WHY NOT? kehrt er nun für die Theaternacht im Soloformat auf die monsun.bühne zurück.

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  • 00:20 - 0:50 Uhr

    Freund von Anton

    Freund von Anton ist die Rückkehr oder Neugeburt des realistischen Songpoeten, des Klavierspielers, der sein Instrument liebt und gleichzeitig zertrümmert, des Sängers, der singt als wäre es immer sein letztes Lied. Und wenn die Mundharmonika erklingt, fühlt man sich wie in einer anderen Zeit. Freund von Anton sitzt zwischen vielen Stühlen (er wurde schon verglichen mit dem jungen Leonard Cohen, Randy Newman und Ben Folds) und doch auf seinem ganz eigenen. Verwurzelt im traditionellen Songwriting bricht alles immer wieder auf, eskaliert, wird anders, ganz neu und gegenwärtig. Rock’n’Roll im Geiste der Avantgarde. Großstadtpoesie, die nicht wegschaut. Eine Stimme ohne Eitelkeit, nur dem verpflichtet, was ist.
    Freund von Anton ist 20 Jahre alt und hat schon viele Preise gewonnen (u.a. den Bundeswettbewerb der Berliner Festspiele) und für Film und Theater komponiert (u.a. Deutsches Schauspielhaus, Ernst Deutsch Theater). Aber was sind schon Preise? Entscheidend ist jeder Abend, jeder Song. Und sonst nichts.
    Im Jahr 2016 hat Freund von Anton mit Dinesh Ketelsen (u.a. Niels Frevert, Fink, Wolfgang Müller) im Studio Raum 01 in Hamburg sein erstes Album aufgenommen, dass im Juni 2017 erschienen ist.

    „Freund von Anton baut Denkmäler mit seinen Songs“ (Zeit Online, 12.9.14) „große Nachwuchshoffnung“ (Pony Bar, 12.9.14) „intelligente Texte und charismatisches Auftreten“ (tape.tv, 15.9.14)

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Shuttle-Bus: 401

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